Qualifikation
Es gibt ein paar Fragen, die immer wieder zur “gewünschten” Qualifikation von Bewerbern gestellt werden:
Was sollte ich an Kenntnissen/Erfahrungen/ Interessen mitbringen?
Offiziell sagt die Uni
dazu: “Aufgrund der informatischen Anteile des Studienganges sind ausreichend mathematische Vorkenntnisse erforderlich. Es wird weiterhin die Bereitschaft vorausgesetzt, sich intensiv mit den mathematischen und technischen Aspekten der elektronischen Medien auseinander zu setzen.”
Die folgenden Zeilen basieren auf meiner subjektiven Einschätzung der einzelnen Fächer, korrespondieren in vielen Bereichen aber mit der gängigen Meinung meiner Kommilitonen.
Die Informatik stellt in den ersten beiden Semestern gewiss eine Hürde da, wobei das Lehrangebot mit dem zweiten Jahrgang den Möglichkeiten der Medienbildner angepasst wurde. Seit dem Wintersemester 2005/06 haben wir daher eine eigene Veranstaltung, die in die Informatik einführt. Grundlagen der Programmierung werden uns im ersten Semester am Beispiel von Java beigebracht, was das angepasste zweite Semester bringen wird, können wir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen.
Die Programmierung fällt vielen nicht-Technikern relativ schwer, wenn dann auch noch mangelnde Anwender-Kenntnisse hinzukommen, scheint die Hürde schnell unüberwindbar zu sein. Dass dem jedoch nicht so ist, haben Kommilitonen des ersten Jahrgangs erfolgreich bewiesen, in dem sie die Klausur am Ende des zweiten Semesters bestanden haben.
Stellenwert der Pädagogik
In den pädagogischen Fächern wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich in die theoretische Materie einzuarbeiten und dann seine Studienleistungen in Form von Präsentationen und Hausarbeiten zu erbringen. Bei Präsentationen steht man vor einer Seminargruppe (ca. 40 Leute) und hält einen Vortrag. In jedem Semester hat man die Chance auf mehrere solcher Vorträge und sollte sie auch wahrnehmen. Für die Hausarbeiten sollte man sich mit theoretischen Strukturen und Gedanken auseinandersetzen können und auch in der Lage sein, englischsprachige Literatur heranzuziehen.
Stellenwert der Medienpädagogik
Wie der Name des Studienganges schon andeutet, handelt es sich um einen medienpädagogischen Studiengang, wir sind jedoch keine Lehrer oder Andragogen, doch sollte die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit Kindern und Jugendlichen oder Erwachsenen auseinanderzusetzen und Kompetenzen bzw. Bildung vermitteln zu wollen.
Spezialisierung
Wenn es in den höheren Semester an die Spezialisierung in den Bereichen Video Games, Film-, Bild-, und Medientheorien oder Internet - Prozesse der Sozialität geht, sollte man natürlich entsprechend vorgebildet sein. Ein umfassendes Wissen über Videospiele ist für die Veranstaltungen aus diesem Bereich ebenso wenig schädlich, wie die Kenntnis von Filmen, wenn es an die Analyse oder historische Einordnung von audio-visuellen Medien geht. Um Prozesse im Internet zu verstehen, sollte man daher auch fundiertes Wissen zu den Grundlagen des Netzes mitbringen und die Entwicklung der letzten Jahre politischen einordnen können.
Voraussetzungen (zusammengefasst)
- gute Anwenderkenntnisse am PC
- HTML, Grafikbearbeitung, Videoschnitt
- gute Kenntnisse der englischen Sprache
- wenig Scheu vor einer Gruppe zu präsentieren
- Interesse an Video Spielen, Filmen und Internet
