Magdeburger Wohnungsmarkt

Im Vergleich zu anderen Städten sind die Kosten für Miete & Co. sehr niedrig, so dass man bereits mit einem bescheidenen finanziellen Aufwand sehr schön wohnen kann. Besonders lohnen sich natürlich Wohngemeinschaften, so dass man immer wieder auf Zweipersonen WGs mit Wohnzimmer, zwei Bädern und riesiger Wohn-Küche stößt.

Im Fachjargon spricht man auch von einem Mietermarkt: Ob des großen Angebots an leerstehenden Wohnungen bestimmt die Nachfrage der Mieter sehr deutlich die Preise. In unsanierten Plattenbauten bekommt man den m² teilweise schon zu 1.00 € + Nebenkosten. Und selbst in bester Lage in der Innenstadt zahlt man kaum mehr als 5.00 € + NK.

Mietspiegel Magdeburg

Altbau bis einschl. 1948 Altbau von 1949 bis heute Neubau
3,65 € 3,80 € 5,15 €

Der Mietspiegel ist aber nicht immer maßgebend, individuelle Faktoren wie Lage, Nebenkosten (höher in Altbauten mit Aufzug und Hausmeisterservice etc.) und Ausstattung beeinflussen die Preise deutlich.

Ein weiteres Indiz für einen Mietermarkt ist die Umkehr der Maklergebühr. Bei großer Nachfrage wird diese durchweg vom Mietinteressenten getragen, in Magdeburg sind die Makler oft auch Vertreter einer Hausverwaltung und dürfen daher ohnehin keine Vermittlungsgebühr nehmen oder aber Makler werden von den Eigentümern beauftragt, die Wohnungen um jeden Preis zu vermieten.

Der annoncierte Mietpreis ist oftmals verhandelbar. Viele Kommilitonen haben für ihre Wohnung für einige Monate eine Mietbefreiung herausgehandelt oder konnten den Quadratmeterpreis selbst drücken. Ich habe meine Wohnung z.B. ab Oktober gemietet, hatte den Schlüssel aber schon im August und habe zudem noch eine Cat 5 Netzwerkverbindung (ja, ich bin ein Nerd und nutze mehr als einen Rechner ;)) zwischen Wohn- und Arbeitszimmer gelegt bekommen.

In den 90er Jahren gab es die sogenannten Steuersparmodelle, bei denen Bürger aus dem Westen in ostdeutschen Städten zu sanierenden Wohnraum aufgekauft und teuer modernisiert haben. Da aber eine Stadt wie Magdeburg von 1990 bis 2005 rund 60.000 Einwohner verloren hat, entwickelte sich die Nachfrage nicht wie gewünscht, so dass die Preise entsprechend in die Grütze (ebenfalls Fachjargon ;-) ) gegangen sind.

Sehr beliebte Wohngegenden sind, und dies ist eine subjektive Einschätzung, das Zentrum rund um den Hasselbachplatz, Stadtfeld Ost (besteht überwiegend aus Bauten der Gründerzeit, welche größtenteils renoviert sind) aber auch Werder auf einer Elbinsel (zentrales Wohnen in der Stadt und trotzdem Ruhe und Erholungsmöglichkeiten) und einige andere schöne Ecken. Abzuraten ist in jedem Fall von Olvenstedt (Plattenbau en masse) und anderen Gegenden in der Peripherie.

Es gibt günstigen Wohnraum in Zentrumsnähe und ich rate jedem Studenten die Bedeutung der Wohnumstände auf das persönliche Wohlbefinden und die empfundene Lebensqualität nicht zu unterschätzen.

Links zu Maklern & Co

Büschel Immobilien ist eine große und seriöse Firma, die einige Objekte in Magdeburg verwaltet und immer was im Angebot hat. Auf der Seite finden sich auch Grundrisse und alle wichtigen Daten zu den Wohnungen, so dass ihr selbst schauen könnt, ob eine Wohnung z.B. WG-tauglich oder preislich attraktiv ist.

Die Volksstimme ist die Magdeburger Tageszeitung und bietet im Internet alle Anzeigen der Printausgabe an.

Interessant sind vielleicht auch die Wohnungsbaugesellschaften, die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg bewirtschaftet beispielsweise ein Drittel des Wohnbestandes der Stadt. Eine Alternative, vor allem für Stadtfeld, ist die Wohnungsbaugenossenschaft Magdeburg-Stadtfeld .

Selbstverständlich helfen auch die Gelben Seiten, Schwarze Bretter in der Uni oder aber der virtuelle Campus WebUni oder UniHelp bei der Suche weiter.

Die Studentenseiten der Uni Magdeburg halten ein eigenes Link-Verzeichnis zur Wohnungssuche via Internet vor.